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Am ersten Tag haben wir die 22 sm von Biograd nach Tribunj angesetzt.
Am Morgen waren die meisten Flottillenteilnehmer aufgeregt und angespannt. Etwas erinnerte die Stimmung an kleine Jungs, die darauf warteten mit dem neuen Spielzeug spielen zu dürfen. Im gewissen Sinne stimmt das natürlich auch und dies merkte man allen deutlich an.
Nach kurzen Gesprächen mit den einzelnen Skippern habe ich dann meinen Co-Skipper Olli an die „Moneta“ abgegeben. Wenn  Dirk auch einen sehr ruhigen und sicheren Eindruck hinterließ war ihm wohler dabei wenn ein weiterer erfahrener Segler auf seiner Bavaria 44 war. Wir einigten uns, eine schwimmende Übergabe auf See durchzuführen, sobald sich Dirk sicherer fühlte.Biograd na Muro
Also fuhren wir gegen 11.00 Uhr aus der Marina von Biograd na Muro.
Gut fünf Kabellängen vor dem Hafen von Biograd starteten wir mit den obligatorischen Übungen, die man mit einer neuen Crew durchführt. Zu beginn hat jeder, auch die Kinder, einmal das Boje über Bord Manöver geübt. So konnte jeder einmal das Gefühl für das Boot bekommen und spürte wie die Yacht auf Steuermanöver reagiert.  Danach suchten wir die „Moneta“ um unseren Co-Skipper wieder in Empfang zu nehmen. Leider waren gut 30 Boote um uns herum und die „Moneta“ war unter den vielen Yachten nicht aus zu machen. Über Funk reagierte leider auch keiner und deshalb entschieden wir uns erst einmal weiter Richtung Tribunj zusegeln.
Wir konzentrierten uns  darauf die Segel zu setzen und hielten dabei  ein Auge auf die „Gita“ die nicht weit von uns entfernt auch ihre ersten Manöver starteten.
Gegen 14.00 Uhr trafen wir dann in der Ankerbucht westlich von Murter ein. Die „Moneta“ war schon da und wartet auf uns. Llar das wir die Yacht vor Biograd nicht gefunden haben, wenn ihre Manöver erst vor der Ankerbucht durchgeführt wurden. Die „Gita“ mit Dirk (Dirk II) traf dann kurze Zeit später ein. Die „Lana“ mit Andreas und  Skipper Peter blieb aber weiterhin verschollen. Über Funk war das Boot auch nicht zu erreichen, also blieb nur noch eine SMS als Lösung übrig. Die Antwort kam prompt: „Wir sind in der falschen Ankerbucht“ 🙂
So war aber klar das bis hierher alles wunderbar geklappt hat und nach einer kurzen Badepause segelten wir die letzten Meilen weiter bis Tribunj. Olli sollte noch weiter auf der „Moneta“, vor allem beim anlegen, unterstützen.
Bei der Ankunft in Tribunj stellten wir  plötzlich fest, dass alle bis auf wenige Plätze belegt waren. Mein erster Gedanke war: „So ein Mist, hätte ich doch reservieren sollen?“ Eine Flottille aus England hatte ca. 30 Liegeplätze belegt und es schien als würden wir keinen Platz mehr bekommen. Das hätte ich so nicht erwartet, die erste Marina und schon kein Platz mehr.
Man muss dazu sagen, dass eine Reservierung in den Marinas grundsätzlich möglich ist, jedoch ca. 25% Aufpreis bedeutet. Bei einem durchschnittlichen Liegplatzpreis von ca. 100€ kommen da gleich einige Euros zusammen.
Die Anzahl unserer Boote rechtfertigte im Normalfall auch keine Reservierung und deshalb hatte ich davon abgesehen.
Die Marineros waren sehr freundlich um am Ende hatten alle einen Liegeplatz.
Das Anlegergetränk schmeckte am heutigen Tage am allerbesten, denn ich war froh dass alle den ersten Segeltag ohne große Probleme gemeistert hatten. Gerade da die Erfahrungen doch sehr unterschiedlich waren und Kinder am Segeln teilgenommen haben, war die Erleichterung groß.
Die Kids haben davon nichts mitbekommen. Unsere mitgebrachten Wasserkannonen die 1a-Yachtcharter sponsorte wurden von meinem „Pitman“ Jean-Luc an alle Kinder verteilt und diese vergnügten sich dann mit dem Nassspritzen sämtlicher über 20 jährigen Personen, die Ihnen vor die „Flinte“ kamen.
Am heutigen Tag konnte dann auch gleich der Flottillenwanderpokal übergeben werden, unglücklicherweise an einer Person meiner Crew und gleichzeitig noch meiner Frau.
Dieser Pokal wandert auf das Boot, das sich durch besondere Leistung auszeichnet und wird dann immer weitergegeben. Natürlich wird die Übergabe gebührend gefeiert und mit einem „Schluck“ den der „Unglücksrabe“ verteilt, begossen.
Aber was war passiert? Während wir angeregt diskutierten, wurde unsere Aufmerksamkeit auf ein außergewöhnlich lautes „platschen“ gezogen.
Und siehe da, Smutje Steffi lag im Wasser. Wir überlegten eine kurze Mikrosekunde ob eine Rettungsaktion notwendig wäre, stellten dann aber fest, dass wir 5m vom Ort des Geschehens auch nichts ausrichten könnten. Also musste sich Smutje Steffi selbst retten, mit Erfolg übrigens. Mit Grillfleisch haben wir dann die Pokalübergabe gefeiert während im Westen die Sonne am Horizont verschwand.

Viele Grüße Kai

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