Schlagwörter

Die gerade einmal 16sm in die A.C.I. Marina Skradin, sind wie immer eine tolle fahrt.

Auch wenn man nicht wirklich viel segeln kann, sind die riesigen Schluchten zwischen denen man hindurch fährt imposant. Der Fluss Krka sucht sich seinen Weg vom Kroatischen Inland, bis zum Eingang der Adria vorbei an der größten Stadt der Region Sibenik.
Der Grund weshalb man die 1,5 Stunden fahrt mit der Yacht die Krka hinauf überhaupt auf sich nimmt, sind die Krka Wasserfälle. Diese im Nationalpark Krka liegenden Fälle erstrecken sich über mehrere Terrassen die zum Schluss in einem kleinen See enden. In diesem See ist das baden erlaubt und es ist immer wieder ein richtiges „Highlight“ in das „tosende“ Wasser der Krka zu springen.
Der Vormittag verlief ziemlich unspektakulär, wir trafen uns auf der „Moneta“ um die morgendliche Skipperbesprechung durch zu führen. Weil Peter von Pitter, der kroatische Skipper der Lana, nur Kroatisch und Englisch spricht haben wir die Skipperbesprechung kurzerhand in Englisch durchgeführt.
Für Außenstehende sicherlich ziemlich interessant, zu sehen wie Deutsche sich untereinander in Englisch unterhalten und mit Händen und Füßen versuchen nautische Fachbegriffe zu übersetzen 😉
Diesmal waren die Hinweise von mir aber auch notwendig, denn gerade die Zufahrt zwischen Vodice und den vor gelagerten Inseln sowie der Krka Kanal selbst benötigen teils erhöhter Aufmerksamkeit.
Zum Schluss bat ich alle noch zur eile, denn wir sollten bis spätestens 14.00 Uhr in Skradin fest gemacht haben, um noch in Ruhe bei den Wasserfällen baden zu können. Diese Eile schien aber das große Problem der „Moneta“ gewesen zu sein.
Hierfür muss ich aber etwas ausholen. In Kroatien ist es üblich, das den Marineros die Bootspapiere nach dem anlegen übergeben werden. In den Papieren stehen alle Daten zum Boot zur Besatzung und vor allem zu den bezahlten Steuern. Daraus werden dann die Liegeplatzgebühren, die sich deutlich von den deutsch-dänischen Preisen abheben, berechnet.
In der Regel, kann man diese Mappe dann am Abend bzw. am nächsten Morgen mit dem bezahlen der Liegplatzgebühren wieder abholen.
Das aber, in Verbindung mit der Eile die ich geboten habe, wurde dann der „Moneta“ zum Verhängnis.
Während des Ablegemanövers fiel Tanja auf, dass irgendetwas vergessen wurde. Und nach kurzen gemeinschaftlichen „Grübelns“ bemerkten die acht, dass die Liegeplatzgebühren noch nicht bezahlt wurden und die Mappe noch in der Rezeption der Marina lag.
Auch wenn die „Moneta“ noch einmal Glück hatte, war uns das am ende des Tages der „Wanderpokal“ Vergabe allemal wert.
Mit winden zwischen 1 und 3 Bft segelten wir dann in Richtung Krka Kanal.
Etwa in Höhe Vodice wurden wir dann zeugen der sehr strengen Küstenwache Kroatiens. Als uns ein relativ schnelles Motorboot überholte, drehte die uns entgegenkommende Küstenwache sofort bei und lieferte sich mit dem kleineren Motorboot ein Verfolgungsrennen. Wobei das Motorboot dann nach etwa 2 sm gestoppt wurde. Den Fahrer wird eine sicherlich nicht unerhebliche Geldstrafe erwarten, denn in der Gegend rund Vodice herrscht eine Geschwindigkeitsbeschränkung, die wie nun auch gesehen umgesetzt wird.
Am Eingang des Krka Kanal haben wir dann die Segel heruntergenommen und sind mit der Maschine weiter gefahren. Die Brückentaufen, die in dem Kanal gleich zweimal praktiziert werden kann trafen dann Jasmin und aus Jasmin´s „Rachelust“ heraus, Olli selbst. Irgendwie hatte er es auch verdient :-).
Auf dem See der sich etwa auf dem halben weg des Kanals ausdehnt, mussten die Kinder sich erst einmal abkühlen. Deshalb ließen wir die Badeleiter herunter, befestigten einen Wasserring an einer Festmacherleine und zogen diesen langsam hinter uns her. In langsamer Fahrt, hielten sich die Kinder an der Leine und an dem Wasserring fest, während sich die „Moneta“ zu uns gesellte. Die Kinder auf dem Boot der „Moneta“ wollten natürlich ebenso wie die Erwachsenen sich an der Leine festhalten und ehe wir uns versahen zog die „Prominea“ gut 12 Personen hinter sich her. Eine klasse Abkühlung bevor es weiter in die A.C.I. Marina Skradin ging.
Dort angekommen hielten wir sofort fest uns um 15.00 Uhr am Ausflugsboot zu den Wasserfällen zu treffen.
Vorher musste ich aber mit Peter von Pitter noch etwas Besonderes vorbereiten. Sprung in die KrkaAm Morgen schon in Tribunj hatte ich ihn nach einer Konoba in Skradin gefragt, die typische Kroatische Gerichte serviert. Wir einigten uns auf das traditionelle „Peka“ das aber eine längere Vorbereitungszeit benötigte. Außerdem musste die Konoba genügend Platz für alle Personen bieten. Peters Kontakte erwiesen sich als hervorragend und ich kann schon vorweg nehmen das, dass Essen großartig war.
Die Kinder amüsierten sich in der Zeit mit dem springen vom Steg in die Krka.
Um15.00 Uhr trafen wir uns also an dem Ausflugsboot und wir fuhren zu den Wasserfällen.
Es wurde getaucht, gebadet, geschwommen und Palaschinka gegessen und auch wenn noch sehr viele Touristen zu gegen waren, hat es allen sichtlich viel Spaß bereitet. Auffällig war nur, dass die lange Trockenzeit die in Kroatien herrschte den Wasserstand und die Strömung der Krka schrumpfen ließ. Was mir im Vorfeld beim baden am See schon auffiel, ein unnormal hoher Salzgehalt, bestätigte sich dann auch beim baden an den Wasserfällen. Der Wasserstand war deutlich niedriger, als die Jahre zuvor.
Am Abend dann ging es gemeinschaftlich in die erwähnte Konoba bei dem das herrliche „Peka“ gereicht wurde. Die Kinder spielten nach dem Essen noch ein wenig in den kleinen Gassen von Skradin während wir den Wanderpokal feierlich an Dirk von der „Moneta“ überreichten.

Viele Grüße Kai

Werbeanzeigen