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23sm, vermutlich ein langer Schlag. Jedoch sollte der Wind auffrischen und deshalb rechnete ich schon vorher mit Höchstgeschwindigkeiten der einzelnen Yachten.
Da die Kinder am gestrigen Tag etwas zu kurz gekommen waren, lag es mir  am Herzen, in Trogir etwas mit den Kindern zu unternehmen. Das es sich dann aber zu so einer tollen Veranstaltung entwickelte, war nicht vorherzusehen.
Aber vom Anfang. Bei der Skipperbesprechung habe ich auf den bisher längsten Schlag der Flottille aufmerksam gemacht und das der Wind wieder zu nehmen wird, vor allem in der zweiten Tageshälfte. Bei den 23 sm die vor uns lagen waren das optimale Verhältnisse. Die Ankerbucht die ich heraussuchte lag diesmal bei Drvenik Veliki.
Dumm für mich diesmal nur, dass ich in aller Sorge um Wind , die Frage nach der Marina in Trogir falsch beantwortet habe. In Trogir gibt es insgesamt drei Marinas und für mich war eigentlich klar das es in die A.C.I. Marina geht, allen anderen Skippern aber anscheinend nicht. Auf die Frage in welcher Marina wir denn festmachen werden, habe ich die ganze Zeit auf die falsche gezeigt. Dirk, der Skipper der „Moneta“ fragte mich dann zum Schluss noch mal ob wir denn nicht in die A.C.I Marina fahren wollen und zeigt mir dabei auf der Karte die Richtige *Hups*, sehr peinlich 🙂 Diese Aktion wurde dann durch Dirk und meiner Crew schamlos ausgenutzt und im Hintergrund wurden schon Pläne zur „1a-Yachtcharter Flottillen Wanderpokal“ Übergabe geschmiedet.
Heute war auch der letzte Tag an dem uns die „Lana“ mit Peter von Pitter Yachting, Andreas, Bettina und Billy begleitete. Da die drei nur eine Woche gebucht hatten mussten sie wieder zurück nach Biograd. Aber an diesem Tag waren wir ja noch zusammen.
Wie erwartet nahm der Wind zu und als wir auf Vorwindkurs mit gut 20 Kn Wind an die Ankerbucht kamen, ahnten wir schon das es beim Ankern Probleme geben würde. Bei dem sandigen Untergrund hielt der „Fluken“ einfach nicht, auch war der Schwell so groß das, dass Baden keinen Sinn machen würde. Also wieder Lappen raus und segeln.
Weil wir unseren Kurs jetzt ändern mussten und etwa halben Wind hatten, kam auch endlich etwas Spaß auf. Während alle anderen um uns herum gerefft oder ohne Segel unterwegs waren haben Olli und ich alles an Tuch aufgelegt was das Boot hatte. Da Olli und ich Regatta Erfahrung haben und auch sonst sehr oft zusammen segeln, vertrauen und harmonieren wir ziemlich gut. Also mit „Vollgas“ nach Trogir 🙂
Dirk von der Moneta sagte später: „Ich habe nur gesehen das ihr alle Segel herausgenommen hattet und Schwupp wart ihr am Horizont verschwunden!“ 🙂
Jetzt mussten auch die weiblichen Besatzungsmitglieder das „Sonnendeck“ verlassen, sehr zu deren Unmut.
Knapp eine Stunde später waren wir in Trogir fest und tranken einen verdienten Anleger. Es blieb aber nicht viel Zeit, wie schon erwähnt hatten wir für die jüngeren Besatzungsmitgliedern etwas vorzubereiten. Bevor die restlichen Yachten eintreffen würden, mussten wir das Krebsangeln und den „Arschbomben“ Wettbewerb vorbereiten.
Das Krebsangeln machte vor allem den jüngsten der Flottille Spaß und es wurde einer nach dem anderen in der „Pütz“ gesammelt. Sogar ein kleiner Fisch fand sich in dem runden Eimer wieder. Natürlich wurden alle zum Schluss wieder in die Freiheit entlassen, was Emilia von der „Gita“ erst nicht verstanden hatte. „Warum kochen wir die denn nicht?“, war die Frage der kleinen. Tja, warum eigentlich nicht? Achja, wir wollten doch essen gehen erwiderte ich 😮
Darauf folgte dann auch sofort der „Arschbomben“ Wettbewerb. Dies wurde im  DSDS Style durchgeführte. Jedes Boot stellte ein Jurymitglied und bekam eine zu bewertende Disziplin. Hier waren z.B. Technik, Spritzhöhe oder auch Choreographie vertreten. Die Bewertung lag dann zwischen 1 – 10 und wurde dann von den beiden „Famous Nummerngirls“ zusammen gerechnet. Sogar ohne Taschenrechner 🙂
Alle Kinder konnten dann von der direkt am Anlieger liegenden Brücke ihre Darbietung präsentieren. Vor allem der kleine Billy, der erst allen Mut überwinden musste gab sich die größte Mühe. Wie ernst das alle Kinder genommen haben merkte man dann schließlich nach dem jeweiligen Sprung. Angespannt und voller Erwartung standen sie vor der Jury um sich den Lob und die Kritik abzuholen.
Nach drei Durchgängen wurde zusammengerechnet und die Siegerehrung konnte beginnen. Für jedes Kind hat es dann eine „Kroatien 2012 Familienflottillen Medallie“ gegeben und alle waren „Stolz wie Oscar“ über die erbrachte Leistung.
Nach einer kurzen Dusche sollte es dann darum gehen die Stadt Trogir zu erkunden und ein Restaurant zu finden. Die Restaurantangebote in Trogir sind so vielfältig das es richtig schwer fällt das Richtige zu finden.
Vorher wurde mir aber der „1a-Yachtcharter Flottillen Wanderpokal“ überreicht, ich glaube ich hatte mich etwas geschämt 😉 alle anderen fanden gerade das ziemlich lustig und machten sich relativ lange einen Spaß daraus.
Dann ginge es aber in Richtung Trogir City, wir fanden ein nettes Restaurant und schlenderten später noch am Hafen entlang. Hier trafen wir auch die „ChooChoo“ wieder, eine Megayacht die auch in Skradin lag. im Hintergrund des Bildes ist diese Yacht zu erkennen. Sehr spät und müde kehrten wir dann zur „Prominea“ zurück.
Hier wartete auch Andreas schon auf uns, denn er wollte sich verabschieden. Die „Lana“ mit Peter von Pitter wollte sich früh aufmachen um zurück nach Biograd na Muro zu kommen. Wir verabschiedeten uns herzlich und hofften uns irgendwann vielleicht sogar zu nächsten Flottille wieder zu sehen.

Viele Grüße Kai

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