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Split, einer der schönsten Städte die ich bisher gesehen habe.

Der heutige Tag führte uns nach Split. Ein sehr kurzer Weg und somit blieb viel Zeit um die Stadt zu erkunden. Trotzdem wollten wir noch in der Bucht von Businci ankern. Bei der Skipperbesprechung fragte „Moneta“ Dirk mich, ob die Möglichkeit bestünde, dass er während des Ankerns an meine Seite kommen könnte. Sein Anker war defekt, d.h. eigentlich war die Kette zu groß für die Nocken seiner Elektrischen Ankerwinsch und Ralph musste nach jedem Ankern die Kette mit der Hand hoch ziehen.
Wir trafen uns also gegen 13.30 Uhr in der Bucht zum gemeinsamen Ankern.
Das vernünftige vertäuen der Boot dauerte zwar etwas, aber am Ende lagen wir relativ sicher im Päckchen.
Damit den beiden jungen Damen auf unserem Boot nicht zu langweilig wurde, habe ich die beiden dann zum Eis holen, wie auf dem Bild zu erkennen, geschickt. „Bewaffnet“ mit Gefrierbeutel, Geld und Schwimmschuhen machten die beiden sich dann schwimmend auf den Weg zu dem Eisstand (Blauer Sonnenschirm) um für alle Eis zu kaufen. Unterdessen wollte ich  unser Dingi ausprobieren, denn das ist bis dahin noch nicht zum Einsatz gekommen. Also den Motor vom Heckspiegel der Yacht an den Heckspiegel des Dingis angebaut. Paddel und Ersatzkanister mit Benzin in das Dingi gepackt, damit Olli sich auf den Weg machen konnte um die Mädchen abzuholen.
Damit hier nicht geglaubt wird, das die beiden nicht so viel schwimmen müssen, mir ging es nur um das Eis. So langsam wie die beiden schwimmen mussten wir befürchten nur noch etwas Flüssiges anstatt ein richtiges Eis zu bekommen 🙂
Nun, Olli war ja jetzt im Dingi und bereit den Motor zu starten. Aber was war los, der Motor lief, er konnte Gas geben, doch das Dingi bewegte sich kein Stück vorwärts. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass er es nicht geschafft hat den Motor einzukuppeln, denn wer weiß was alles passiert wäre wenn das Dingi sich wirklich in Richtung Felsen oder Strand bewegt hätte. Technische, mechanische Dinge sind halt nichts für „Softwerker“. 🙂 O.K. das Dingi bzw. der Motor hatte wirklich einige Macken, man musste halt wissen wie der Motor funktionierte, dann ging es einigermaßen.
Nach dem Eisessen ging es dann wieder Anker auf, nach Split. Schon von weiten begrüßte uns die für kroatische Verhältnisse große Stadt. Um in die A.C.I. Marina Split zu kommen, mussten wir erst noch an dem im Vordergrund zu sehenden Kreuzfahrtschiff „Crown Princess“ vorbei. Reger Betrieb herrschte dort, ein Tender Boot nach dem anderen fuhr zu dem Kreuzfahrer und unsere Verhältnismäßig große Yacht mit 16m sah im Gegensatz zu dem Luxusliner, winzig aus.
Kurz vor 16.00 Uhr machten wir dann in Split fest. Während die „Famous Girls“ sofort die Dusch & Waschgelegenheiten aufsuchten um einen „quercheck“ zu starten, viel Olli das Taxiboot Shuttle in die Innenstadt ins Auge. Diesen sinnvollen Service wollten wir später dann auch nutzen, denn der Fußweg schien uns deutlich zu lang. Bis dahin dauerte es aber noch denn wir bereiteten unser Essen heute einmal wieder selbst zu.
Außerdem versuchten wir unsere Italienisch Kenntnisse etwas zu verbessern.
Denn während wir bei allen Gelegenheiten versuchten Wasser zu sparen, das gerade in der Trockenzeit Mangelware ist, schienen die Wassersportler von der anderen Seite der Adria nur zum Boote waschen nach Kroatien zu kommen.
In diesem Sinne finde ich es unfassbar wie gleichgültig die Menschen mit den Ressourcen, die zur Verfügung stehen umgehen. Aber das ist ein anderes Thema. Nach dem Essen fuhren wir also mit dem Taxiboot in die City von Split. Und was einem dort erwatet ist wirklich wunderbar, Live Musik am Hafen, kleine verwinkelte Gassen gepaart mit Kellergewölben und großen Plätzen. Eine wirklich tolle Stadt, die einen verzaubert und man sich fast wie im alten Rom fühlt. Auch wenn ich nicht genau weiß wie es damals im alten Rom war 🙂
Stundenlang liefen wir durch die Gassen, haben Eis gegessen und das ein oder andere Getränk an den vielen Bars zu uns genommen, bis wir ziemlich müde wieder  Richtung Taxiboot zurück gingen. Das letzte Boot in der Nacht brachte uns dann  wieder zurück in die Marina, wo ich dann noch das Bild des Abends „geknipst“ habe. Wunderschön !!!

Viele Grüße Kai

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