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Eigentlich war die Planung in die A.C.I Marina von Milna auf Brac zu segeln.
Aber ich hatte festgestellt dass die meisten Flottillenteilnehmer
eine kleine Ruhepause nötig hatten. Zu viele Eindrücke aus den letzten Tagen und der tägliche Rhythmus der auf einem Segelboot notwendig ist, hatten ihre Spuren hinterlassen. Alle waren mit dieser Entscheidung einverstanden und freuten sich auf etwas Ruhe.
Also wurde die Planung kurzfristig „umgeschmissen“ und so hieß das Ziel, eine Ankerbucht mit Bojen und einer Konoba südlich von Milna auf Brac, mit dem schönen Namen Lucica.
Es waren gerade einmal 15 sm von Split in die Bucht, aber der Wind hatte ebenso wie wir eine Ruhepause eingelegt. Bei 0 Bft motorten wir nach Süden.
Unterwegs wurden die Kinder „frei“ gelassen und konnten während wir uns treiben ließen baden und schwimmen.
Sofort nutzte ich wieder die Gelegenheit um zu angeln, während alle im Wasser baden, konnte ich die Zeit immer wieder nutzen um vielleicht einen Fisch aus den tiefen der Adria zu ziehen. Dieses Mal sollte ich sogar Glück haben in etwa 50 m Wassertiefe spürte ich das etwas angebissen hatte, nichts großes aber vielleicht ein lohnenswerter Fisch.
Und was soll ich sagen, es hingen zwischen 30 cm und 40 cm große Makrelen am Hacken. Vier Fische konnte ich an diesem Mittag aus der Tiefe entlocken, die ich dann auch sofort für meine Cew zubereitet habe. Leicht gesalzen, gepfeffert und in etwas Butter geschwenkt, als kleiner Leckerbissen zwischendurch waren die Fische vorzüglich. Leider waren es nur so wenige, das es für eine ganze Mahlzeit für alle nicht ausreichend war. Aber wie heißt es so schön, das Meer nimmt und das Meer gibt was es will.
Weiter ging es also nach Lucica und als wir in die Bucht einliefen suchten wir nach den anderen Yachten aus der Flottille. Wo waren die nur? Die müssten doch alle viel früher hier gewesen sein! Auch die Bucht selbst sieht doch völlig anders aus, wie sie in der Karte dargestellt war! „Oh“ sagte ich, „wir sind zu früh abgebogen, die Bucht Lucica ist noch eine weiter!“. Es muss dazu gesagt werden, ohne dass es wie eine Entschuldigung klingt, dass unser GPS/Kartenplotter nicht immer funktionsfähig war. Sobald die Sonne auf das Gerät schien fiel das Display aus und man konnte es absolut nicht gebrauchen. Ich hatte die Seekarte am Anfang des Tages studiert, hatte aber nicht auf die Anzahl der Buchten geachtet. Dort lagen Yachten, also fuhren wir  einfach hinein.
Nun aber  in die richtige Bucht und was soll ich sagen, sie war ein Traum.
Die „Moneta“ hat uns schon von weitem zugewunken und wir haben direkt neben der Yacht an der nächsten freien Boje festgemacht. Olli und ich machten uns sofort auf den Weg um in der Konoba einen freien Platz für alle Flottillenteilnehmer zu organisieren bei einem kühlen Bier traten wir dann mit dem Wirt in Verhandlung. Der war auch schon  vorbereitet, denn wir hatten abgemacht, dass die Moneta, sollten sie früher in der Bucht sein, uns schon einmal ankündigen sollte.
Anschließend fuhren wir mit dem Dingi wieder zurück zur Yacht und konnten endlich auch schwimmen gehen.
Die Kinder sprangen schon von allen Seiten des Bootes ins Wasser. Selbst vom Bugkorb der gut 3 m über dem Wasser lag wurde der Absprung gewagt.
Zum Abend dann fuhr Olli den Shuttle Service. Um alle von unserer Yacht zur Konoba zu bringen, musste er dann sogar zweimal fahren.
Dort war schon alles für das Abendessen vorbereitet wir genossen das Mahl in der langsam untergehenden Sonne von Brac. Im dunkeln leuchteten wir uns den Weg mit  Taschenlampen auf dem Dingi zurück zum Boot und tranken unter einem schönen Sternenhimmel noch ein Gläschen „Writers Tears“

Viele Grüße Kai

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