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Vodice. Touristen, Touristen und noch mal Touristen. Vodice ist das Ibiza Kroatiens
und überall begegnet man „Jele“. Wer oder was „Jele“ ist, bleibt aber mein Geheimnis :-). Wenn ihr einmal in Vodice wart, werdet ihr vielleicht wissen was ich damit meine.
Der Morgen war mal wieder spannend, ich hatte ja am gestrigen Tage angekündigt das an Rassmus gedacht werden sollte. Da Gaby und Olli heute Morgen mal wieder die ersten waren und es noch einigermaßen kühl war, machten sie sich auf den Weg zum einkaufen. An einem kleinen Verkaufsstand nahe der Marina hatte Gaby Olivenöl gesichtet, der erste Liter war schon verbraucht …. nein, verköstigt 🙂
Während Gaby sich also um das Öl kümmerte kam der zweite Verkäufer zu Olli und wollte ihm auch Öl zeigen. „Nein, nix Öl. Ich brauch Sliwowitz!“ sagte er dem Verkäufer, wohl wissend dass es an diesem Stand nur Öl gab. Doch der zog mit einem Griff unter dem Tisch eine Papiertüte mit einem Fläschchen hervor. Hm, die sieht aber komisch aus, dachte sich Olli. Das bemerkte der Verkäufer anscheint auch und sagte gleich: „Psst, selbst gemacht.“
„Jau, genau richtig, den nehme ich!“ sagte er während er bezahlte. Und rückblickend finde ich es schade dass er nur eine Flasche gekauft hatte.
Nach dem Frühstück führten wir dann wieder eine Skipperbesprechung durch. Wir konnten uns genügend Zeit lassen, denn heute Morgen durften die Kinder ja  in den Pool und sie starteten allesamt gleich nach dem Frühstück durch.
Wir verabredeten das alle bis spätestens 13.30 Uhr wieder zurück sein sollten, um 14.00 Uhr hätten wir die Liegeplatzgebühren noch mal  bezahlen müssen.
Bei der Besprechung fragte ich gleich ob wir wieder alle zusammen essen gehen wollen, denn in Vodice, unserem heutigen Tagesziel, kennen wir eine wirklich tolle und preisgünstige Konoba in der es gegrilltes Spanferkel  gibt. Natürlich haben alle zugesagt und so mussten wir zügig nach Vodice segeln. Ich gab noch einmal den Hinweis, dass es einige navigatorische Hindernisse auf den Weg nach Vodice gibt, die beachtet werden sollten und das der Wind wieder zugenommen hatte. Als die Kinder  da waren gingen auch gleich die Leinen los und wir segelten nach Vodice.
Heute wollte ich aber trotzdem einmal Olli und den jüngsten Sportbootseeschein- inhabern die Gelegenheit geben ihre navigatorischen Fähigkeiten unter Beweis zu- stellen. Leider ist unser Kartenplotter mal wieder ausgefallen und deshalb konnten wir so etwas üben.
Die Aufgabe war denkbar einfach, Kreuzpeilung und Kursbestimmung nach Vodice. Peilungspunkte gab es ja genug, aber während die meisten „Peiler“ nicht mal gepeilt hatten wie herum das Fernglas mit Peilkompass gehalten wurde und Olli ständig die falschen Inseln im Blick hatte und mir somit den falschen Kurs ansagte, konnte ich ab Zlarin schon in der Ferne das Hotel von Vodice entdecken. Ich gab den Steuerfrauen Jasmin und Shirley also den Hinweis auf das große Hotel am Horizont zu steuern und um uns herum herrschte das blanke Chaos 🙂
Diese Stunde allein schon wäre „Wanderpokal“ würdig gewesen, aber das sollte noch getoppt werden.
Gegen 16.30 Uhr legten wir in der A.C.I. Marina Vodice an. Wie erwartet war hier sehr viel Tourismus und eine gewisse Party Stimmung. Ganz zur Freude der beiden Teens Jasmin & Shirley. Die hatten aber erst eine kleine Aufgabe zu erledigen, denn während Olli und ich das Spanferkel organisieren mussten, sollte Jasmin und Shirley die Kinder an die Hand nehmen und mit ihnen zu der Wasserrutsche gehen die am Strand von Vodice aufgebaut ist.  Shirley wie auch Jasmin kannten die Stadt und man konnte sich auf die beiden verlassen. Die Kinder konnten rutschen und Olli und ich sind dann in die Konoba oberhalb des Stadtzentrums gegangen um den Tisch zu reservieren. Der Wirt war ziemlich sprachlos das wir so spät noch versuchten einen Tisch zu reservieren und nach einigen „I have to call my friend“ bekamen wir einen tollen Raum mit Klimaanlage und ein Spanferkel das bei einem seiner Freunde, ich glaube sogar im Garten“ zubereitet wurde.
Wie auch immer am Abend als wir dort essen waren, schmeckte es allen sehr gut und preislich waren auch alle mehr als zufrieden.
Nach dem essen durfte ich dann auch den „1a-Yachtcharter Flottillen Wanderpokal“ weiterreichen. Auch wenn meine Crew den Pokal wirklich verdient hätte schaffte Tanja von der „Moneta“ doch noch ein wahres Kunsstück.
Unter „Einsatz ihres Lebens“ rettet sie einen 5l Weinkanister der ihr nach dem Einkauf beim betreten der Gangway aus den Händen geglitten war und ins das Hafenbecken fiel. Quasi die gesamten eingekauften Lebensmittel wurden beiseite geworfen um  das Traubensaftgetränk zu retten, was ihr  auch gelungen ist. Solch eine Leistung musste  mit dem Wanderpokal belohnt werden.
Jetzt „scharrten“ die Mädchen auch schon mit den Hufen, schließlich wollten sie noch „shoppen“ & „feiern“ gehen und so stürzten wir uns alle in das bunte Treiben von Vodice.
Zurück auf der Yacht merkten wir erst, dass wir großes Pech bei der Liegeplatz Wahl hatten. Die Yacht neben uns, eine 53 ft Jeanneau war ein Boot der gehoberen Kategorie. Dummerweise besaß die Yacht auch eine Klimaanlage dessen Maximalleistung ausgiebig getestet wurde. Ich glaube das Gerät wurde so eingestellt das man Angst haben musste, das Wasser rund um der Yacht würde gefrieren. So brummte und plätscherte die Anlage. Steffi und mich störte das eigentlich weniger, wir lagen ja vorne in unserer Bugkabine. Doch Frauke hat wegen dem Geplätscher ziemlich oft den Weg zur Toilette gesucht 🙂

Viele Grüße Kai

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