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Bei der kürzesten Strecke der Flottille ging es heute nach Zut. Und da in der A.C.I. Marina ein natürliches Schwimmbecken ist, konnten die Kinder ausgiebig baden.

Außerdem war für heute das Wasserball Turnier, welches wir noch vorbereiten mussten, geplant.
In aller Ruhe frühstückten wir, denn heute hatten wir wirklich sehr viel Zeit. Doch wollten wir auch noch in eine schöne Ankerbucht nördlich von Zut. Der Wind hatte am Vormittag eine Pause eingelegt.
Nach dem „ich will aber noch einmal ins Wasser“ ging es von der Boje los, vorher fuhren wir  zu den anderen Booten, um sicher zu stellen das alle, das Ziel des Tages kennen.
Dann stellten wir den Bug in den Wind, na ja was man Wind nennen konnte, und setzten die Segel.
Das war aber nicht wirklich sinnvoll. Wind gab es kaum und nach einer halben Stunde war es sogar so, das dass Vorsegel bei 2 Kn Fahrt über Grund „Back“ stand. Das bedeutete nichts anderes, als das die Strömung uns mit 2 Kn voran trieb und der Wind dann überhaupt nicht mehr vorhanden war. Gut, die Segel wieder eingeholt und unter Maschine weiter. Sowieso passierten wir bald eine Engstelle durch die man es vermeiden sollte zu segeln.
Etwas später viel uns auf, dass der Fäkalientank der Yacht noch nicht geleert war und nach einem Tag in der Ankerbucht ist es auch sinnvoll diesen zu leeren. Wir suchten eine freie Stelle auf offener See und öffneten die Ventile. Das „braune Gold“ entglitt dem Bootskörper und jeder von uns fühlte sich, wenn auch nur psychologisch „erleichtert“.
Etwa eine Stunde später ereichten wir die Ankerbucht die zwar in Richtung Norden sehr offen aber dafür wunderschön war.
Ich versuchte beim ersten Mal auf ca. 5 m Wassertiefe den Anker zu setzen, der brach aber leider wieder aus. Beim zweiten Versuch bin ich schon näher an die Küste heran und ich war auf etwa 4 m Wassertiefe. Aber auch hier hielt der Anker nicht. Der Pflugschar blieb im Sand einfach nicht hängen. Dann beim dritten Mal hielt er mehr oder weniger im sandigen Untergrund, weil er sich etwas auf die Seite drehte und wir konnten endlich schnorcheln gehen.
Dabei entpuppte sich die Ankerbucht als eine tolle Unterwasserlandschaft mit einigen Korallen und Muscheln. Gut das wir nicht näher an die Felsen gefahren sind und den Anker dort fallen gelassen hatten, dass wäre für die Korallen nicht schön gewesen.
Nach einem kurzen Mittagsobstsalat fuhren wir weiter in die A.C.I. Marina Zut.
Die Marina füllte sich recht schnell, aber wir hatten gute Liegeplätze und konnten dem treiben zu schauen.
Als es dann etwas ruhiger wurde, habe ich mit Olli, Dirk und Kai von der „Gita“ das Wasserballspiel vorbereitet. Dafür mussten wir zwei Dingis auf die andere Seite des Betonstegs, in das Natur- schwimmbecken bekommen. Unser Dingi konnten wir gut durch eine Lücke zwischen dem Nachbarboot und unserm über den Steg heben und auf der anderen Seite wieder zu Wasser lassen. Kai musste aber mit dem Dingi eine etwa 300 m weite „Paddeltour“ unternehmen 🙂
Auf der anderen Seite angekommen hatten wir das Problem, die Dingis noch in der Mitte des Schwimmbads fest zu machen. Dafür nutzten wir für das eine Dingi den zweiten Anker der „Gita“. Die 36 Ft. Yacht hatte einen nur rund 15 Kg leichten Zweitanker, wohingegen unser zweiter Anker mit rund 35 Kg viel zu schwer war.
Wir nahmen also eine Festmacher Leine und zogen sie vom Steg durch das Dingi und verzurrten es am Ufer an einem der spitzen Felsen. Das hat einigermaßen gut gehalten und war für unsere Zwecke jetzt ausreichend.
Dann „trommelten“ wir alle Kinder zusammen um die Mannschaften zusammen zu stellen. Steffi hatte während der Dingi Aktion schon die beiden Preise der Mannschaften, mit jeder Menge Kleinigkeiten & Spielzeugen vorbereitet. Um die Teams unterscheiden zu können hatten wir von 1a-Yachtcharter jeweils blaue und weiße Caps zur Verfügung gestellt bekommen. Das machte es vor allem den Wasserballern einfacher zu sehen wer Mitspieler und wer Gegenspieler war.
Ziel war es den Ball in eines der Dingis zu bekommen ohne dass der Ball wieder hinaus springt. Eine Halbzeit sollte 5 min. dauern und nach einer kurzen Pause wurde gewechselt. Zu Anfang war es sehr ausgeglichen und ein Sieger konnte nicht ermittelt werden. In der zweiten Halbzeit wurde es dann schon eindeutiger und das …. Team hatte gewonnen. Welches Team, wird nicht verraten. Viel wichtiger war das alle Spaß am Spiel hatten.
Die Anstrengung war den Kindern noch  Minuten nach dem Spiel anzusehen aber bei der Übergabe der Preise waren alle sehr glücklich.
Wir bauten das „Stadion“ wieder ab und nun konnten auch alle anderen Gäste der Marina das Schwimmbecken wieder nutzen.
Die Kinder schnorchelten noch ein wenig während wir langsam das Abendessen vorbereiteten.
Pünktlich um 18.00 Uhr wurde auch der Strom angestellt und unsere Batterien, immerhin drei alleine für die normalen Verbraucher wie Licht, Steckdosen (12V) und Kühlschränke wurden wieder aufgeladen.
Am Abend verabschiedeten sich die Kinder und spielten in der Marina, während wir den letzten ruhigen Abend mit einem Glas Wein genossen.

Viele Grüße Kai

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